Sucht in Serie.

Ich bin sowas von dankbar für Halloween! Wieso? Weil der Großteil der aktuellen Serien für eine Woche pausiert. Ich komme nämlich schon gar nicht mehr hinterher. Das ist eine Sache, die ich aus meiner Studentenzeit vermisse: Wach werden, eine Folge von irgendwas gucken, Frühstück holen, eine Folge irgendwas anderes gucken (meistens Bones, ich bin schließlich beim Essen) und so weiter und so fort.

Wenn ich überlege, was ich alleine in den vier Jahren in Bielefeld an Serien inhaliert habe, dann weiß ich auch, wo meine Zeit geblieben ist. Dexter, Chuck, Doctor Who, Pushing Daisies, NCIS, Breaking Bad, TBBT, Castle, House, Friends, Simpsons, Monk, Buffy, White Collar, Angel, Torchwood, True Blood, Sherlock… Ich glaub, das ist ungefähr ein Sechstel. Und (Oh Graus!) so etwas wie Numb3rs oder Criminal Minds gucke ich ziemlich altertümlich gerne auch mal abends im Fernsehen auf Deutsch.

Bei schon fertig ausgestrahlten Serien werde ich dann tatsächlich regelrecht süchtig. Ich glaube, Buffy hatte ich komplett innerhalb der Semesterferien in nur einer Woche durch. Ist übrigens nicht gut für die inhaltliche Gestaltung von (Tag-)Träumen. Das nur mal so als Randnotiz. Ich bin auch alles andere als ein Genre-Nazi. Wie man auch anhand meiner Aufzählung wohl ganz gut erkennt. Die Figuren müssen einfach spannend genug sein, damit ich sie jede Woche wiedersehen möchte.

Wahrscheinlich findet man auch deshalb eher Bücherserien in meinem Regal, als einzelne Werke. Ich mag Figuren nicht so schnell gehen lassen. Zum Glück gibt’s für Menschen wie mich Autoren wie Anne Rice oder Markus Heitz (Ja, ich mag Monster). Und vielleicht gucke ich auch deshalb lieber Serien als Filme.

Eine Lieblingsserie ist ein wenig wie nach Hause kommen: Man kennt die Figuren, die Orte. Man will wissen, was es neues gibt. Ein Film ist hingegen wie ein kleines Abenteuer: Neue Gesichter, neue Erfahrungen und am Ende freut man sich müde und glücklich auf sein Zuhause.

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