Es sind die einfachen Dinge.

In einem höchst philosophischen Moment zwischen Bierfass, ostwestfälischer und sauerländischer Mentalität sind am Silvesterabend der Gastgeber und ich schnell auf ein gemeinsames Credo gekommen: Manchmal sind die einfachen Dinge doch die besten.

Auslöser war ein Gläschen Tomatenbutter, das Meinereiner der Party beisteuerte. Ein wahrlich simples Rezept, damals™ häufiger gemacht, bevor es irgendwann in Vergessenheit geriet. Viel schlichter kann man nun wirklich kaum noch kochen, aber es ist echt lecker.

Natürlich ist es auch mal ganz nett mit viel Chichi zu kochen. Hier dreizehn verschiedene Zutaten schnippen, da drei Stunden schmoren lassen, dort hinterher die komplette Wohnung putzen. Na gut, letztes muss ich auch nach Tomatenbutter machen… Aber wie geil ist bitteschön ein einfacher strammer Max?  Oder eine ordentliche Portion Bratkartoffeln? Die richtige Antwort lautet: Ziemlich.

Während meiner gesamten Unilaufbahn durfte ich mir regelmäßig anhören, wie verrückt es doch wäre, für sich alleine täglich frisch zu kochen. Also so richtig frisch mit Gemüse und ohne Tüten. Dabei dauern 80% dieser Sachen auch nicht länger als der obligtorische Topf Nudeln. Nur weil ich alleine esse, soll es mir nicht schmecken? Auch Vorkochen, Einfrieren und die Beilagen zu variieren ist keine Zauberkunst. Gerade die einfachen Dinge sollten mit Verstand ausgesucht und keine Dose Ravioli sein. Schließlich kommt es bei ihnen auf jedes Detail an.

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