„Nichts.“

„Was ist los mit dir?“ – „Nichts.“ Was eigentlich so viel heißt, wie „Hör auf zu fragen, wenn ich darüber sprechen wollte, würde ich von mir aus schon den Mund aufmachen. Also ignoriere bitte mein Verhalten und lass mich in Ruhe mein Fort aus Pappkartons zuende bauen, in dem ich mich vor dir und dem Rest der Welt verstecken kann.“ Aber „Nichts.“ ist so viel bequemer. Und wahr. Denn eigentlich ist „Nichts.“. Die Arbeit ist nicht anstrengender als noch vor zwei Wochen, die Menschen nicht blöder, das Wetter sogar viel besser. Trotzdem nervt alles.

Frühjahrsmüdigkeit. Mir ist so, als hätte ich da letztes Jahr schon drüber geschrieben und nun finde ich es nicht mehr. Vielleicht brauche ich auch nach zehn Wochen durchpowern einfach mal einen freien Tag außerhalb des Wochenendes. Denn gerade fühle ich mich, wie Spiderman auf dem Lande: Aufraffen, Anlauf nehmen, den Sprung wagen, ins „Nichts.“ fallen. Wäre das hier ein Videospiel, hätte ich schon längst frustriert den Controller durch’s Wohnzimmer gepfeffert.

Ist es aber zum Glück nicht. Dennoch werden die kommenden Monate meinen Gesundheitsbalken wieder auffüllen müssen. Dafür weiß ich, dass das nächste Level viel weniger „Nichts.“ haben wird und stattdessen viele Dinge, die Halt bieten. Wollen wir mal hoffen, dass ich mit meinem Talent zur Selbstzerstörung dann nicht mit Schmackes vor irgendeine Wand springe.

Und wenn ich einmal traurig bin, denk ich an dieses GIF.

3 Gedanken zu „„Nichts.“

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