Keep your loved ones close.

 

Wahrscheinlich habe ich 80% derer, die sich hier auf die Seite verirren, schon einmal mit diesem Video genervt. Aber es muss hierhin. Punkt. Sonst würde hier was fehlen. Ganz am Ende meiner Unilaufbahn innerhalb von zwei Tagen entstanden ist es schlicht und einfach mein Baby.

Mein kleiner Jahresrückblick.

Das Jahr hat zwar noch ein paar Tage, aber diese Woche blieb ein wenig Zeit zum Nachdenken. Größtenteils positive Gedanken. Zu unterschiedlichen Bereichen, unterschiedlichen Menschen, die aktuell in meinem Leben eine Rolle spielen.

Keine Angst: Dieser Beitrag ist frei von Günther Jauch und J. B. Kerner.

Die Wohnung

Seit 13 Monaten wohne ich jetzt hier. Endlich alleine. Nach sechs WG-Jahren in fünf verschiedenen Wohnungen und drei Städten. Endlich angekommen.

Schritt für Schritt richte ich mich genau so ein, wie mir es gefällt. Oft mit der Hilfe und manchmal sogar auch mit Möbelstücken von Freunden (Danke dafür!). Ich kann Menschen um mich herum haben, wann ich es möchte. Ich kann die Tür hinter mir abschließen, wann ich es möchte. Hier will ich erst einmal bleiben. Außer diese noch ein kleines bisschen traumhaftere Wohnung unter mir wird frei.

Die Arbeit

Leicht war das Arbeitsjahr nicht. Wieso noch gleich wollte ich unbedingt so furchtbar schnell zuerst mit der Schule und dann mit dem Studium fertig werden? Ich Trottel. Es ist nicht so, dass ich meine Arbeit nicht gerne mache. Ich mag meine Herausforderungen, die Kollegen, das Arbeitsfeld an sich. Aber gerade im Winter, wo bei uns der Stress erst so richtig los geht, ist der Arbeitsumfang immens. Da hilft leider auch kein Spaß im Büro, wenn einem nach Feierabend Erholung und die Sonne fehlen.

Aber es ist eine Arbeit, bei der ich mich weiterentwickeln kann. Bei der ich meine Grenzen austesten kann. Was mich persönlich und beruflich sicherlich weiterbringen wird.

Der Urlaub

Als das Jahr begann, habe ich mir fest vorgenommen, dass ich auf jeden Fall mehr von der Welt sehen muss. Angefangen mit Europa. So viele tolle Städte und irgendwie habe ich davon noch nicht genügend gesehen. Letzten Dezember zur Einstimmung schon ein Abstecher nach London, dieses Jahr ging es auf nach Amsterdam. Übernachten in einer winzigen Koje auf einem Hausboot, ein bisschen Shoppen, viel Kultur, ein wenig in Van Gogh verliebt sein. Ich ganz alleine. Alleine Urlauben macht mir tatsächlich Spaß und zu dem Zeitpunkt brauchte ich das auch.

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Dann im Sommer für ganze zwei Wochen nach Andalusien. Spontan war auch noch eine Freundin mit an Bord und so, und nicht anders, war es wunderbar. Málaga, Marbella, Ronda und Jerez de la Fontera. Ein kurzer Abstecher nach Cádiz, einer nach Sevilla. Ich kann die Route nur empfehlen. Traumhaftes Wetter, viel zu sehen. Und kochen können sie, die Spanier.

Was nächstes Jahr kommt, steht bisher noch offen. Vielleicht Schottland. Und dort für eine Woche durch Edinburgh, Glasgow und die Landschaft reisen. Und hoffentlich auch endlich wieder nach Irland und Norn Iron.

Die Freunde

Hände hoch, wer von euch kannte mich persönlich schon vor 2013?

Das sagt eigentlich schon fast alles über mein Privatleben in den letzten Monaten aus. 2013 war turbulent. Ach was, chaotisch war’s. Irgendwie auch absehbar, denn von meinem Kommilitonengrüppchen aus dem Studium sind, bis auf eine, alle aus Bielefeld weg. Natürlich sind andere, nicht weniger wichtige Menschen noch da, aber es hat sich deutlich gelichtet.

Zum Glück habe ich mich diesen Juli erst zum BiBloStati (Bielefelder Bloggerstammtisch) und danach auf den Siggi getraut. Ein bunter Haufen ist und ich bin froh, mich auf ihn eingelassen zu haben. Mir wäre sonst viel Spaß und viele gute Gespräche entgangen. Vielleicht auch ein paar Sorgenfalten, aber die hatte ich eh schon.

Ich wurde einmal relativ am Anfang gefragt: „Wieso sitzt du eigentlich mit uns hier rum?“ Zugegeben, ich weiß meine Antwort nicht mehr. Wahrscheinlich habe ich mich irgendwie vor einer richtigen Antwort gedrückt. Ich weiß  dafür aber, dass es vom Gefühl her irgendwie passte und dann ist es doch egal, dass ich diesen bunten Haufen noch bunter mache.

Souvenir.

 

Fünf Tage haben wir als Gruppe auf einem Haufen gehockt und am Ende kam ein wunderbarer Film dabei heraus. Auch wenn ich mit einigen dieser Leute heute kein Wort mehr wechsel, damals war es ein unfassbar tolles Erlebnis. Und ich glaub, mein bislang bester Videoschnitt. Da bin ich doch schon echt ein bisschen stolz drauf.